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'Menschenwüre - Soziale Skulptur. Das Gemeinsame beider begriffe ist ihr Transformationspotential. Es geht darum, das biologische Evolutions-Bild vom Menschen, das letztlich im und am Physischen verharrt und sich in ihm verzehrt, hin in die Sphäre des Meta-Physischen zu erweitern, zu transformieren. Damit wird der Blick auf das Substantielle von Mensch und Welt freigegeben, wird ein weites Beziehungsgefüge verfügbar. Für einen solchen notwendigen Vorgang steht der Begriff 'Würde'. Er ist ein Verweis auf die Substanz. Im selben Sinne erweitert der Begriff 'Sozial' den der 'Skulptur' dahingehend, dass er die Skultptur ihres traditionell materialisierten und isolierten Daseins enthebt und in ein vielschichtiges System von Beziehungen eingliedert.'

                                                                           Walter Kugler

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'Für mich war es ein neuer Gedanke, die Zukunft nicht zeitlich zu denken sondern substanziell:
Das Gewordene ist die Vergangenheit, das Sichtbargewordene, das, was sich gebildet hat - das Unsichtbar, das was sich noch nicht gebildet hat - das ist die Zukunft. Die Gegenwart ist der Punkt wo das Unsichtbare sichtbar wird - also ein Prozess der Materialisierung, ein sich Formen in die Welt, das Entstehen von Abdrücken in der Materie - im Denken genauso wie in allen anderen Strukturen oder Formen oder Entscheidungen...'
                                                               Florian Lück, Februar 2007
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'Besonders inspirierend war für mich, dass wir im Verständnis der Beziehung zwischen Ethik und Ästhetik übereinstimmen sowie die Offenheit und Bereitschaft, die Soziale Skulptur durch die URSACHE ZUKUNFT- Prozesse und Veranstaltungen weiter zu erkunden.'

                                                               Shelley Sacks, Mai 2007

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'Der Menschheitsimpuls Soziale Skulptur ist heute zum einen stärker und zum anderen dringlicher denn je. Spätestens mit der wirtschaftlichen Globalisierung in den 90er Jahren sind wir endgültig aus der Epoche der Moderne in das, wie Beuys es nannte, 'Zeitalter der Menschheit' eingetreten. Ersichtlich wurde und wird dies zunächst im Signum der grossen Krise, einer Überlebenskrise, die jetzt mit der Erderwärmung das Bewusstsein aller erreicht. Der Anthropozentrismus als Verursache der Krise kann nur vom anthropos überwunden werden. Im Chinesischen bedeutet Krise 'Gefahr' und zugleich 'Gelegenheit'. Es ist die Gelegenheit, nun eine Individualität jenseits von Individualismus herauszubilden; uns aktiv hineinzuentwickeln in menschheitliches Fühlen, Denken, Wollen. Das wäre die Erfüllung von Menschenwürde und zugleich der Sozialen Skulptur.

                                                                             Hildegard Kurt 

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'Fragen an die Soziale Plastik von einer sich dem Kunstimpuls Rudolf Steiners verpflichtet fühlenden Bildhauerin und Künstlerin: 'Wie ist das Verhältnis von Geist und Stoff in der Sozialen Plastik, wie begegnen und durchdringen sie sich? Findet auch hier eine Stoffverwandlung statt? Und wenn ja, welcher Art ist sie? Wie ist das Verhältnis von Ich und Kunstwerk in der Sozialen Plastik? Wie wird die Menschlichkeit in der Sozialen Plastik gefördert?'

                                                              Ursula Gruber

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'Sieben Gedanken zur Menschenwürde - aus der Arbeit in den so genannten Entwicklungsländern: Würdig ist, was nicht unwürdig ist. Unwürdig ist es, wenn humane Lebensentfaltung erstickt wird - in Slums und verdorrten Landstrichen ... Hunger, Krankheit, Armut, Aggression, Kriminalität, Migration, Ausbeutung, Drogen, Kinderverwahrlosung, Angst ...
Unwürdig ist, wenn es keine Rechte, keine Gerichtsbarkeit gibt. Würde ist wenn man mitsingen kann: Wie Violetta Paraa, 'Gracias a la Vida' - ein Urerlebnis von Lebensfreude haben kann. Würde ist, wenn man Mitmensch ist - es mit der Individualität nicht zu weit treibt. Würde kann in kollektiver Solidarität manifest werden - über geografische, kulturelle, religiöse grenzen und Grenzen zwischen generationen hinweg. Weitsicht ist des Menschen würdig.'

                                                                   Maritta Koch-Weser

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'Die Würde des Menschen ist etwas, das potenziell, d.h. als Möglichkeit, den Menschen gegeben ist. Sie hat m.E. zu tun mit der Entdeckung des Innenlebens. Ich kann mich als Mensch aus meinem Gebundensein an die Wel, in der ich täglich aufwache, freimachen und mich nach innen wenden. Da entdecke ich mein Ich, ein Wesen. Dieses Ich erlebe ich als unabhängig von allen Äusseren. Mit dieser Erfahrung kann ich mich erneut nach aussen wenden. Es eröffnet sich mir eine vertiefte Welterkenntnis. Die Welt fängt an sich in mir auszusprechen. Ich kann die Welt 'von innen' wahrnehmen. Ich trete in Dialog mit er Welt und entdecke, wie die Welt mit mir zusammenhängt. Dieser Dialog ist m.E. Ausdruck der Menschenwürde.

                                                                                    Paul Mackay

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'In einer Ästhetik, die das Individuum aus sich selbst über sich selbst hinaus in eine menschlichere Wirklichkeit führt, spielt Soziale Skulptur. Sie ist unvorhersehbar aufmerksam. Und darin voller Würde. Würde ist neue Möglichkeit des Menschen.'

                                                                                 Bodo von Plato

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'Es ist mein Bild, meine Vorstellung, zusammen mit anderen Menschen zu denken, um neues zu erschaffen. Freiheit ist dabei sehr wichtig! Der Mensch soll eingeladen werden, mich zu begleiten und die Idee zu benutzen, selber denkerisch tätig zu werden. Sich die Imagination zu erarbeiten. Die eigentliche Form, wie ich mir das vorstelle, ist am Entsehen. Bereits Beuys sagte: 'Imagination ist unser Kapital! ...Denken, ja, ...wirklich gemeinsam denken! Überall in der Welt.'

                                                                                   James Reed

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'Die individuelle Erkenntnisfähigkeit, die das Freiheitswesen des Menschen begründet, muss sich in die soziale Dimension weiten. Erst in der Polarität von Individualität und Sozialität zeigt sich das ganze Menschenwesen. Dies wird somit zum Quell aktueller Menschenwürde. Das Freiheitswesen kann selbstverständlich nur individuell gegründet werden - es bleibt aber unvollkommen, wenn es nicht die soziale Dimension erreicht. Daran mitzuarbeiten, diese kulturellen und moralischen Ressourcen und die sozialen Organisationen zu entwickeln, kann zu einer der grössten, aufregendsten und erfüllendsten Aufgaben der Zeit werden.'

                                                                                    Ulrich Rösch

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'Frage ich mich, wie eine Bewegung hin zu dieser Idee der Sozialen Plastik erfolgen kann, dann ist der Begriff der Menschenwürde ein Wesentlicher um dieser Form näher zu kommen. Denn die Fragen erfordern keine rationalen Antworten, sondern die Gestaltung meiner Selbst und meiner Umwelt. Diese Gestaltung durch eine künstlerische Auseinandersetzung mit genannten Fragen, angelehnt an den Erweiterten Kunstbegriff, führt zu ständigen Veränderungen und zu einem langsamen Werden der Idee einer Sozialen Plastik.' 

                                                                         Nikolas Stronczik 

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'Die Räume der Sozialen Plastik sind Entstehungsräume der Menschenwürde, da sie die Bedingungen dieser Entstehung gestalten und zur Verfügung stellen. Im Sinne der gegenseitigen Verbundenheit aller Wesen, ist es unausweichlich und notwendig, die Menschenwürde als Teil der „Wesenswürde“ zu verstehen, d.h. als Teil der Anerkennung der Würde von allem, was existiert.'

                                                               Alex Arteaga, April 2007
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'Das Edelste ist gleichsam das Flüchtigste, ds Bedrohteste und Schutzloseste. Das, was für den Augenblick aufleuchtet, wenn wir Wahrhaftigkeit, Schönheit und Liebe aussprechen, vermag kaum Raum zu nehmen in unserer Mitte - Raum im Angesicht unserer Alltäglichkeit und bedrohten Lebenshypothesen. Vermögen wir, reich und gebildet, Würde zu greifen?'

                                                             Ruth Bamberg, April 2007

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' Soziale Plastik träumt von Menschenwürde. Menschenwürde ist soziale Plastik. Im reziproken Verhältnis von sozialer Plastik und Menschenwürde entsteht Achtsamkeit.  Und die basiert auf Liebe.'

                                                              George Steinmann

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'Die Würde der Menschen auf Erden steht in Beziehung mit ihrer eigenen Kultur und der Kultur, in der sie leben. Die menschliche Kultur bezieht ihre Form aus der Erde und dem Geist, der sie belebt.'

'Ich glaube, dass die Kultur die Aufgabe hat - durch das Wertschätzen und Annehmen des Unterschiedlichen - "natürlich" zu (ver-)einen. Für mich bildet im weitesten Sinne die Würde des Menschen den Grundwert und das Fundament der Kultur. "Würde" meint dabei eine Möglichkeit, ein Potential das in jedem Menschen steckt. Ich würde, er würde, sie würde... die Kultur muß vor allem die Möglichkeiten nicht die Fähigkeiten schützen und unterstützen, weil sie in die Zukunft und nicht in die Vergangenheit gerichtet das menschliche Zusammenleben tragen und erträglich machen muß. Die Hoffnung wiederum ist die Grundstimmung der Würde, weil sie Möglichkeiten als Teil der menschlichenWirklichkeit durchklingen und in Erscheinung treten läßt. Erst in einer Stimmung in der Hoffnung und Würde durchklingt werden Menschen zu Personen (von Per -sonare = Durch-klingen).'

                                                              Joachim Eckl, Oktober 2007

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'Würde verleihen, bedeutet verstehen wollen. Den anderen lerne ich verstehen, wenn ich aus dem rationalen Verstehen heraustrete in ein Verstehen der Anteilnahme, das dennoch das Fremde fremd sein lässt, in ein verstehen, das den Widerspruch bejaht und im anderen den Zauber und das Verzauberte suchen und finden will. So etwas geht nur in einer künstlerischen Verfassung. Die Soziale Skulptur schafft diese künstlerische Haltung inmitten der alltäglichen Lebenswelt, dort wo die Begegnung mit dem anderen Menschen sich abspielt.'

                                                                 Wolfgang Held

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'Modelle, die alles zusammenführen, sind mir oft zu gefährlich. Wenn die einfachen Dinge schon so kompliziert sind, dann ist es eigentlich ja fast unmöglich, das alles zusammenzuführen, also mir als Einzelnem ist das unmöglich, und ich versuche dann einfache Probleme oder ganz einfache Fragen so gut es geht zu lösen. Manchmal gelingt einem das, und dann ist man sehr zufrieden und legt beim nächsten Mal vielleicht die Latte etwas höher, in der Hoffnung, dass man vielleicht darüber kommt.'

                                                                     Wolfgang Zinggl

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Walter Kugler

 

 

 

Florian Lück

 

 

 

Shelley Sacks

 

 

 

Vera Koppehel

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'die tat, die mich meint
entdecken -
die frage, die mich ruft
hören -

den blick, der mich sucht
wiederspiegeln -
mag vorübung sein.
   -
mensch
du bist
antastbar in allem
eben dies ist's -
   -
wenn der mensch werdend wird
mag seine würde unantastbar sein
   -
dein
stern-augen-blick
ist würdig

dies vermag das ich
allein?
   -
sprich uns frei vom gestern
verleg uns ins jetzt

öffne dein lid einen zukunftsspalt
dass der würdestern
heraus- und hereintrete.

Vera Koppehel

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George Steinmann

 

 

 

Alex Arteaga

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Einige Kernfragen:

Muss die Würde immer wieder
neu geschaffen werden?

Würde entsteht
in der Begegnung:
Ich erkenne,
indem die Welt mich
mit mir selbst
berührt.

Würde als etwas,
das man jeden Tag
durch Wärme schafft.
Ist Empathie ein Schlüssel
zur Menschenwürde?

Zeigt sich eine
Universalität der Menschenwürde
in den unterschiedlichen Kulturen?

Welche Rolle spielt
bildhaftes Denken in der
Sozialen Skulptur
und für das Schaffen von
Menschenwürde?

Was ist die Beziehung
zwischen
Menschenwürde und Stein,
Pflanze, Tier Mensch, Stern?

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Maritta Koch-Weser

 

 

 

 

Paul Mackay

 

 

 

 

Ulrich Rösch

 

 

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